Der Senior der Familie ist - per Definition - der älteste lebende männliche Nachkomme unserer Stammeltern Johann Daniel Bernbeck und Charlotte geb. Schneider. Früher war er offiziell der Vorsteher der Familie, hat aber seit Februar 1966, dem Tod des damaligen Seniors Onkel Emil Breunlin (F64), nie wieder an Sitzungen des Familienrats teilgenommen. Sollte er zu einem späteren Zeitpunkt doch einmal wieder teilnehmen, hat er allerdings auch Stimmrecht im Familienrat.

Erster Senior der Familie war der Sohn unserer Stammeltern, Christian Bernbeck, allgemein auch der "Pate" genannt, da er zwar nie verheiratet war und somit keine eigenen Kinder, dafür aber gleich mehrere Dutzend Patenkinder hatte. In der folgenden Tabelle sind alle Senioren aufgelistet, wobei zwei Reihenfolgen angegeben sind. Die erste Nummer gibt die Reihenfolge nach Alter, d.h. wenn zu jedem Familienmitglied die heute bekannten Geburts- und Todesdaten zum Zeitpunkt des Amtsantritts bekannt gewesen wären. Da dies allerdings oftmals nicht der Fall war, da halt schon früher der Kontakt zu manchem Familienzweig verloren ging, gibt die zweite Nummer die Reihenfolge an, in der das Amt tatsächlich ausgeübt wurde.

Die Senioren
der Familie Bernbeck
Stand: 08.11.2004
Nr. Geburts- Amtierte Alter bei Amts- antritt Amtsdauer Refe- renz Name Anm.
Alter Amt tag von bis J M T  
 
1 1 09.01.1799 07.06.1876 15.01.1882 77 5 7 9   Christian Bernbeck  
2 2 26.03.1811 15.01.1882 18.11.1883 70 1 10 3 B3 Karl-Konstantin Strack 1)
3 3 14.12.1812 18.11.1883 22.02.1886 70 2 3 5 B4 Wilhelm Strack  
4 4 14.06.1815 22.02.1886 14.02.1891 70 4 11 24 D1 Hermann Strack  
5 5 10.04.1824 14.02.1891 01.01.1899 66 7 10 19 A9 Emil Wahl  
6 6 08.02.1830 01.01.1899 11.11.1904 68 5 10 11 C2 Karl Bernbeck  
7 7 05.10.1831 11.11.1904 05.03.1913 73 8 3 23 C3 Hermann Bernbeck  
8 8 01.01.1841 05.03.1913 17.03.1914 72 1 0 13 E3 Gustav Bernbeck  
9 9 24.07.1841 17.03.1914 10.12.1919 72 5 8 24 G2 Christian Scriba  
10   24.10.1844 10.12.1919 03.02.1933 75 13 1 22 B31 Karl Strack 2)
  10 30.01.1848 10.12.1919 26.10.1925 71 5 10 17 A22 Wilhelm Wahl  
11   29.02.1848 03.02.1933 19.03.1935 84 2 1 17 B33 Wilhelm Strack 2)
12 11 18.11.1849 26.10.1925 01.05.1938 75 12 6 6 A23 Franz Wahl  
13 12 05.12.1858 01.05.1938 03.08.1939 79 1 3 3 B37 Hermann Strack 2)
14 13 05.08.1863 01.05.1938 01.09.1944 74 6 4 0 D1A Karl Strack 3)
15 14 24.09.1863 01.09.1944 29.12.1945 80 1 3 29 C31 Hermann Bernbeck 3)
16   27.01.1864 29.12.1945 04.10.1948 81 2 9 6 B39 Gustav Strack 2)
17 15 27.03.1867 29.12.1945 09.06.1952 78 6 5 12 C25 Georg Bernbeck  
18 16 16.01.1870 09.06.1952 22.02.1966 82 13 8 14 F64 Emil Breunlin  
19   01.05.1877 22.02.1966 14.12.1970 89 4 9 23 A342 Heinrich Schröder 4)
  17 03.08.1880 22.02.1966 12.09.1970 86 4 6 22 A222 Wilhelm Wahl 4)
20 18 10.05.1882 12.09.1970 01.05.1972 88 1 4 18 D142 Hermann Gastauer 4)
21   18.08.1885 01.05.1972 15.10.1979 85 7 5 2 B324 Friedrich (Cook) Strack 2)
  19 04.10.1889 01.05.1972 11.08.1972 82 0 3 11 A671 Karl Kessler  
22   21.09.1890 15.10.1979 03.04.1987 89 7 5 19 B381 Cornelius Strack 2)
  20 14.12.1891 11.08.1972 04.06.1974 80 1 9 25 A859 Hans Schanze  
  21 07.08.1895 04.06.1974 02.03.1977 78 2 8 27 A226 Ludwig Wahl  
23 22 05.01.1898 02.03.1977 04.04.1987 79 10 1 3 C235 Karl Bernbeck 5)
24 23 14.07.1901 04.04.1987 12.12.1989 85 2 8 9 C331 Hans Hermann Bernbeck  
25 24 03.03.1905 12.12.1989 09.07.1993 84 3 6 28 D4131 Hermann Koch  
26 25 04.09.1906 09.07.1993 03.05.1997 86 3 9 25 A8424 Martin Ziemer  
27 26 27.12.1907 03.05.1997 14.10.2002 89 5 5 12 E516 Gilbert Bernbeck  
28 27 16.09.1908 14.10.2002 05.11.2002 94 0 0 23 E522 Carl Yockers  
29 28 14.11.1910 05.11.2002 26.11.2003 91 1 0 22 E517 Freeman Dale Bernbeck  
30 29 24.07.1917 26.11.2003 heute 87 0 11 13 B3524 John W. (Bud) Schowengerdt 6)
Anmerkungen:
1) Da von ihm seit vielen Jahren aus den USA keine Kunde gekommen war, wurde Karl-Konstantin in den bisherigen Listen von Senioren nie genannt, obwohl durch einen Brief an seinen Bruder Wilhelm 1882 bekannt war, daß er noch lebte.
2) Da es seit 1896 keine Kunde mehr über den Stamm Strack I in den USA gegeben hatte (bis 1997), konnten die dortigen Familienmitglieder naturgemäß in der Reihenfolge nicht berücksichtigt werden. Verschiedene der in Deutschland "amtierenden" Senioren wären dies nie geworden, wenn die Information stets komplett gewesen wäre.
3) Hermann wurde Senior, da sein um etwa einen Monat älterer Vetter Karl aus Gesundheitsrücksichten es ablehnen musste, das Amt des Seniors zu übernehmen. Nach Karl's Tod am 01.09.1944 war Hermann dann "ordnungsgemäß" Senior.
4) Heinrich hat das Amt des Seniors seinem Subsenior, Wilhelm Wahl (A222), überlassen. Da Wilhelm kurz vor Heinrich starb, war er also tatsächlich nie der altersmäßige Senior und - demzufolge - Hermann Gastauer (D142) also eigentlich erst ab 14.12.1970 Senior.
5) Karl wäre nur 2 Tage (!) lang Senior gewesen, wenn die Existenz und das Alter von Cornelius Strack damals bekannt gewesen wären!
6) Bud, der nun schon der 4. Senior hintereinander in den USA ist, könnte unter Umständen noch von einem anderen Familienmitglied ersetzt werden (s.u.).

 

Auch die Bedeutung des Namens „Bernbeck“ ist dunkel.  Versuche zur Deutung des Namens sind gemacht worden von Johann Daniel Bernbeck (gest. als Pfarrer zu Heuchelheim (1825), von Karl Bernbeck (gest. als Alterthumsforscher zu Gießen 1864) und von Dr. Karl Leimbach, dermalen Provinzial-Schulrath in Breslau.  Danach kommen folgende 6 Deutungen in Betracht:

  1. „Bärenbecken“, aus Bär und Becken; nach dieser an sich sehr einfachen Deutung ließ Joh. Daniel Bernbeck-Wirberg (Heuchelheim) sich einen Petschaft anfertigen, auf welchem ein Bär mit einer Vordertatze ein Becken hält. (Vergl. d. Wappen von Berlin, Bern, Bernburg.)
  2. „Bärenbec“ = Bärenschnauze; bec heißt nämlich auch Schnabel, d.i. das scharfe, spitze, pickende Maul der Vögel.
  3. „Biberbach“ d.i. der Bach, an welchem sich der Biber aufhält, niederdeutsch Bernbeck. (Daher auch Ortsname, früher Beuerbeke, Beverbeke, Bernbeke, Bieberbecke); bach = beke im Hessischen, = beck im Niederdeutschen.
  4. „Bärenbach“, aus Bär = bêro (ursus) und Bach.
  5. „Berenbach“, aus Ber und Bach = Eberbach; ber = althochdeutsch bêr = angelsächsisch bar = englisch boar, d.i. porcus, Zuchteber.
  6. „Ber(n)becken“, aus Ber = Eber (wie in Berno und Bernhard) und beken (englisch back und bacon) = Schinken, Keule, so daß Bernbeck soviel wäre wie Eberschinken, Eberkeule.

Die Deutungen unter 2 – 5 rühren von Karl Bernbeck, die unter 1 von dessen Vater Joh. Daniel Bernbeck und die unter 6 von Karl Leimbach her.  Dieser geht mit den Erklärungen zu 1,2 und 5 scharf ins Gericht.  Zu 1 (Bärenbecken) weist er den Gedanken zurück, dem Bären ein Becken, sei es zur Musik oder zum Waschen, in die Tatze zu geben; zu 2 (Bärenbec) bemängelt er die Gleichstellung von Schnabel (bec) mit Schnauze; von einem Schnabel des Bären könne man nicht reden.  Zu 5 (Bernbach) hält er es für undenkbar, daß ein Bach nach einem zahmen Eber (Porcus) benannt worden; die Bezeichnung ber komme aber dem wilden Eber (aper) nicht zu.  Zu 4 (Bärenbach) erscheint ihm bedenklich, den Bären mit dem Wasser in Verbindung zu bringen; immerhin hält er diese Deutung für zulässig, zumal auch in Göthe’s Reinecke Fuchs der Bär ins Wasser gekrochen sei.  Eher noch will sich K. Leimbach mit der 3. Deutung K. Bernbecks (Biberbach) befreunden, da der Biber im Wasser lebe und der Ortsname Beverbeck sicher mit Biberbach identisch sei, auch die Schreibung Bernbecke für Beverbeck vorkomme.  Am meisten redet K. Leimbach, welcher übrigens K. Bernbecks sehr gesunde etymologische Ansichten rühmend anerkennt, der von ihm gegebenen 6. Lösung das Wort, wonach Bernbeck = Ber(n)beken so viel bedeutet als Eberschinken, Eberkeule.  Wer sich im Uebrigen für die Studien dieser beiden Gelehrten in der Familie über die Herleitung des Namens Bernbeck besonders interessiert, dem seien die bezüglichen Aufsätze im Corr. Blatt 1976 S. 79 und S. 83 dringend empfohlen.  Eine unanfechtbare Lösung dieser Frage wird bei der mangelhaften geschichtlichen Ueberlieferung bezüglich der Herkunft der Vorfahren nicht möglich sein.  Sollte es richtig sein, daß, wie Karl Bernbeck überliefert, die Familie Bernbeck aus den Niederlanden stammt, und daß einer der Urahnen bei seinen jährlichen Wanderungen nach Holland sich eines Eberspeeres zu seiner Sicherheit und Stütze bedient habe, dann wäre dies ein Grund mehr für die Ableitung des Namens Bernbeck von Ber = Eber und beke oder beck = Bach d.h. Eberbach oder von Ber (Eber) und beken (engl. back, Schinken, Keule) = Eberschinken, Eberkeule.  Hierbei darf aber folgende erhebliche Thatsache nicht außer acht gelassen werden.  Auf die Mittheilung, daß im Archiv zu Höchst a.d. Nidder ein Bernbecksches Wappen bezw. die Zeichnung eines solchen aufbewahrt werde, wandte sich der Verfasser dieses Werkes an das Kgl. Heroldsamt in Berlin und bat unter Mittheilung einer Handzeichung um nähere Auskunft.  Am 10. März 1896 langte von dieser Behörde die Nachricht ein, daß „das vorgelegte Wappen, abgebildet in Siebmachers Wappenbuch III 127 No. 8, V 251 No. 2 und V 275 No. 1 einem, wie es scheint, ursprünglich bürgerlichen Geschlecht Namens Bernbeck in den Städten Rothenburg a.d. Tauber und Windsheim, angehöre, woselbst weitere Nachforschungen anzustellen sein dürften.“  Davon, daß dieses Geschlecht, wie man angenommen, am Niderrhein angesessen gewesen sei, ist dem Kgl. Heroldsamt nichts bekannt.  Auf bezügliche Anfrage ist aus Rothenburg eine Antwort überhaupt nicht, dagegen aus Windsheim die Mittheilung eingegangen, daß der Name Bernbeck seit 1801 dort nicht mehr vorgekommen sei.  Hieraus, sowie aus der oben erwähnten Notiz in Jöchers Gelehrtenlexikon geht hervor, daß der Name Bernbeck bereits zu Anfang des 16. und bis zu Anfang des 19. Jahrhunderts in Mittelfranken vertreten gewesen ist. )  Obwohl ein Zusammenhang dieses Geschlechts mit dem unsrigen nicht nachgewiesen, auch wohl kaum nachweisbar ist, so darf uns doch dessen Wappen schon aus etymologischen Gesichtspunkten nicht ganz gleichgiltig sein.  Dieses Geschlechtswappen, das am Helm 1, im Schilde 3 aufrechtstehende Bärenköpfe zeigt, läßt als redendes Wappen doch annehmen, daß die Führer desselben ihren Namen Bernbeck von dem Bären hergeleitet haben.  Freilich käme hierbei auch das Alter des Wappens in Betracht, über welches nichts Näheres bekannt ist.  Wenn Joh. Daniel Bernbeck sich einen Petschaft herstellen und darauf einen Bären, der mit der Vordertatze ein Becken hält, abbilden ließ, so hat dieser Petschaft jedenfalls keinen heraldischen Werth, zumal feststeht, daß dies nur darum geschehen, weil auch die Städte Berlin, Bern, Bernburg etc. einen Bären in ihrem Wappen führen.

Kenntnisstand 1921:

Der Familienname Bernbeck ist zu einer stehenden Rubrik auch in unserem Familienbuch geworden. Verschiedene Familienglieder haben die Bedeutung des Namens zu ergründen versucht. In der 1. Auflage des Stammbaums sind sechs verschiedene Deutungen erwähnt und besprochen: 1. "Bärenbecken" (aus Bär und Becken), 2. "Bärenbek" = Bärenschnauze; 3. "Biberbach" (aus Biber und Bach), 4. "Bärenbach" (aus Bär und Bach), 5. "Berenbach = Eberbach (aus Ber und Bach) und 6. "Ber(n)becken" = Eberkeule.

Inzwischen hat sich ein Freund der Familie, Herr Prof. Dr. Röschen-Laubach, der Sache angenommen. Er hält eine andere Deutung für einfacher und ungezwungener, indem er davon ausgeht, daß die Hausmarke, das Firmenschild der Ausgangspunkt zur Bildung des Wortes gewesen sei, so daß Bernbeck nichts anderes bedeute als "Bären-Bäcker", d.h. den Bäcker mit dem Bären im Schilde. Zu dem gleichen Ergebnis kommt Vetter Karl Bernbeck (Gießen) in seinem auf dem Familientag 1912 gehaltenen Vortrag über "Die Entstehung des Namens Bernbeck und den gegenwärtigen Stand der Familienforschung". Er weist nach, daß nach der im Rothenburger Archiv aufbewahrten Familienbeschreibung von Erhard, die bereits im I. Band des Stammbaums erwähnt wurde, ein Heinrich "Beck", der um 1350 lebte, seinen Namen erweiterte in "Bernbeck" oder, wie es dort wörtlich heißt: "Beck nunc Bernbeck". Beck ist das oberdeutsche Wort für Bäcker und ist noch jetzt in der dortigen Mundart gebräuchlich. Es wird hier mitgeteilt, daß ein Bernbeck der ehrsamen Zunft der Bäckermeister angehört und zur Unterscheidung von den anderen Bäckern, die sich Beck nannten, einen Bären im Hausschild geführt habe.

Diese Deutung des Namens hätte viel für sich, wenn ein Zusammenhang zwischen unserer Familie und den Bernbecken in Bayern nachgewiesen wäre. Dies ist aber keineswegs der Fall. Karl Bernbecks Feststellungen haben sofort den auf dem Gebiete der Familienforschung äußerst rührigen und erfahrenen Vetter August Nies auf den Plan gerufen, der in dem Artikel: "Beiträge zur Geschichte der Familie Bernbeck" den Beweis dafür antritt, daß die alte Überlieferung, wonach die Bernbecke aus den Niederlanden oder wohl richtiger vom Niederrhein stammen sollen, nicht von der Hand zu weisen ist. Ihm ist es gelungen, festzustellen, daß der älteste nachweisbare Stammvater der Familie "Diderich Bernbeck" Vorsteher im Amt Hattingen, Regierungsbezirk Arnsberg, gewesen und daß er daselbst um das Jahr 1614 geboren ist. Es ergibt sich dies aus dem Inhalt des Gießener Kopulationsprotokolls, wonach Johann Henrich Bernbeck, "Sohn des Dietrich Bernbeck, Vorsteher im Amt Hattingen", am 11. Januar 1688 die Anna Gertraud Loos heiratete. Auch im Kopulationsprotokoll von Hattingen wird ein Peter Bernbeck als "des Vorstehers Diderich Bernbecken" ehelicher Sohn bezeichnet. Es darf hiernach angenommen werden, daß unser Erzvater Diderich Bernbeck weder in Gießen geboren ist noch je dort gewohnt hat, und daß der erste in Gießen wohnhaft gewesene Ahne Johann Henrich Bernbeck aus Hattingen am Niederrhein zugezogen und dort geboren ist. Auch in der über die Aufnahme des Joh. Henrich Bernbeck als Bürger in Gießen aufgenommene Urkunde vom 18. Juni 1688 ist der Ort Hattingen oder Hatting deutlich angegeben. Nach August Nies erscheint auch die Herkunft des Namens Bernbeck nicht mehr zweifelhaft. Nach seinen Forschungen kommt in Hattingen und Umgebung die Endung "beck" an Familiennamen sehr häufig vor, und zwar mit denselben Varianten wie bei Bernbeck geschrieben: - "beck", - "becken", - "in der Beck", - "aus der Beck". Das "beck" bedeutet hier überall soviel wie "Bach" und hat nichts mit dem süddeutschen - beck = becker = Bäcker zu tun. Die Vorsilbe Ber (Beren, Beeren, Behren) glaubt August Nies in Übereinstimmung mit Karl Bernbeck sen., dem "Onkel Neustädter", auf "Biber" zurückführen zu sollen, so daß Bernbeck = Beverbeck auf einen Bach hinweisen wprde, in dem Biber vorkommen. Diese Deutung kann auch nicht erschüttert werden durch die Tatsache, daß das Familienwappen Bären aufweist. Dieses Wappen stammt erst aus dem Ende des 18. Jahrhunderts und ist ohne heraldischen Wert.

Der Ursprung der Familie ist geschichtlich nicht genügend aufgeklärt. Sichere Nachrichten liegen erst vor seit der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Dietrich Bernbeck in Gießen, geboren um das Jahr 16.30, ist der älteste nachweisbare Stammvater der Familie. Name und Familientradition weisen auf die Niederlande als die Heimat der Vorfahren hin. Diese Familientradition ist verschiedenen Formen von dem Alterthumsforscher Karl Bernbeck (gestorben zu Gießen 1864) erhalten worden:

1.         „Wie mir sehr oft, namentlich von meinem Onkel Johann Philipp Bernbeck erzählt worden ist, sollen vor etwa 200 – 300 Jahren drei Brüder, Namens Bernbeck, aus Holland gekommen und sich in Gießen, Homberg und Schweinsberg niedergelassen haben.“

2.         „Der Sage nach soll einer unserer Urahnen jährlich einmal in die Niederlande oder nach Holland gegangen sein und sich auf dieser Wanderschaft eines Eberspeeres bedient haben zu seiner Sicherheit sowohl als seiner Stütze. Er war ein Handelsmann und ging dahin, Leinwand zu holen, welche er auf seinem Rücken nach Hause trug. Der zu diesem Eberspeere (Wildschweinspieße) gehörige eichene, schwarze Stab ist in meinem Besitze und bewahre ich denselben zum Andenken wohl auf. Er ist von dem sogenannten Lahnholze gefertigt und mit vielen regelmäßigen Knorren versehen, welche sämmtlich mit Nägeln beschlagen sind. Unten hat derselbe einen Stachel und oben erkennt man noch die Stelle, wo der Speer befestigt gewesen ist. Daß derselbe ein Eberspeer gewesen, davon lies den Beweis im Pfennig-Magazin, 3. Bd. S. 245.“

3.         „Mein Ur- etc. Großvater väterlicherseits floh mit seinen Söhnen aus seiner Heimat zur Zeit der Bilderstürmerei in den Niederlanden, um den Pressungen des Herzogs Alba, vom König Philipp II. als Statthalter gesandt, und dem Religionszwang zu entgehen, da er der neuen Lehre zugethan war, die sich damals von Deutschland aus dorthin verbreitete. Seinen Grundsätzen und seinem Glauben getreu, wollte er lieber sein Vaterland und das, was ihm sonst lieb und theuer war, aufgeben, als diesem ungetreu werden.“

In Jöchers Gelehrtenlexikon wird ein Jurist, Flor anus Bernbeccius, 1509 in Windsheim geb., 1577 als Rathsherr und Stadtrichter in Halle verstorben, erwähnt. Daß in den Städten Windsheim und Rothenburg a.d. Tauber (Mittelfranken) ehedem ein bürgerliches Geschlecht Namens Bernbeck ansässig gewesen, ist auf Abfrage von dem Heroldsamt in Berlin bestätigt worden.

Endlich registrirt Karl Bernbeck-Gießen, daß im Jahre 1850 vom 6. – 8. November eine Frau von Bernbeck aus Berlin im Gasthof zum Einhorn in Gießen logirt habe.

Ein Zusammenhang dieser Personen mit unserer Familie ist an sich nicht denkbar, aber nicht so leicht nachzuweisen. In Deutschland ist nur Gießen als sicherer Stammsitz festgestellt. Dafür daß drei Brüder Bernbeck sich ursprünglich in Gießen, Homberg a.d. Ohm und Schweinsberg niedergelassen haben, liegen keinerlei zuverlässige Nachrichten vor. Andererseits steht fest, daß der älteste in den Kirchenbüchern zu Homberg vorkommnde Bernbeck, Namens Johann Dietrich Bernbeck, ein Sohn des erwähnten Dietrich Bernbeck zu Gießen gewesen, zu Gießen 1662 geboren um das Jahr 1690 nach Homberg verzogen ist, während das erste in Schweinsberg ansässige Familienglied, der Schieferdecker Andreas Bernbeck geb. 1782, von Homberg stammte und ein Sohn des dortigen Wagners Johann David Bernbeck, eines Enkels des oben erwähnten Johann Dietrich Bernbeck zu Homberg.So weisen also die ältesten Kirchenbücher auf Gießen als den deutschen Stammort der Familie hin.  Von Gießen aus hat sich die Familie zunächst in der Provinz Oberhessen ausgebreitet und bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts ausschließlich dem Gewerbe- bzw. Handelsstande angehört.  In Gießen waren die Vorfahren vorzugsweise Handelsleute, wie Tuchbereiter und Krämer, in Homberg und Umgegend sonstige Geschäftleute, wie Wagner, Schieferdecker u.s.w.  Erst die Nachkommen des Handelsmannes Johann Philipp Bernbeck (starb zu Gießen 1762) widmeten sich vorzugsweise einem wissenschaftlichen Berufe, besonders dem Studium der Theologie.  Die Familie ist auch jetzt noch hauptsächlich im Großh. Hessen ansässig, hat sich aber in Laufe der Zeit in einzelnen Zweigen über das ehemalige Kurhessen und andere Theile von Deutschland ausgebreitet.  Einige Glieder der Familie sind seit den 1830er Jahren nach den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika ausgewandert und haben dort Familien begründet.

Aktuell setzt sich der Familienrat wie folgt zusammen:

Senior John William Schowengerdt (A3524)  
Sprecher der Familie Eckhard Kalbhenn (A213312)
 Helmut Oberer (A21611)
Rendant Dr. Peter Bernbeck (E4522)  
Schriftleiter Dr. Peter Bernbeck (E4522) Eckhard Kalbhenn (A213312)
Webmaster & Genealoge Benedikt Bernbeck Eckhard Kalbhenn (A213312)
     
Stamm A: Wahl Dieter Kiltz (A21431) Karl-Adolf Wahl (A21612)
Stamm B: Strack I Debbi Skornia (B313121) Maria Richter (B35831)
Stamm C: Bernbeck-Langd Loremarie Zipp (C8131, F9321) Dr. Bendikt Bernbeck (C25134)
Stamm D: Strack II Alexander Rabenau (D4433) Heidi Todt (D41135)
Stamm E: Bernbeck-Lehrbach Dr. Peter Bernbeck (E4522) Christa Arnold (E3421)
Stamm F: Bichmann Anna Stamer (F9422) Adolf-Ludwig Clotz (F6235)
Stamm G: Scriba Cornelia Höhl (G3541) Meline Schudt (G354)
Stamm H: Strack III Gudrun Henß (HB73223) Hermann Strack (HB7425)
Ehrenmitglieder Ulla Vollberg-Bernbeck (C2512)
Erhard Vollberg (C2512)