„A Matter of Time - Route 66 through the Lens of Change,“ Ellen Klinkels erstes Fotobuch, erscheint am 10. Oktober bei der University of Oklahoma Press. Gut vier Jahre lang hat sie mit ihrem amerikanischen Mitautor und Historiker Nick Gerlich, der die englischsprachigen Texte zu den 176 im Buch gezeigten Schwarz-Weiß-Fotos geschrieben hat, an dem Werk gearbeitet.

„A Matter of Time“ zeigt, der Straße von Chicago im Osten bis Santa Monica am Pazifik folgend, sowohl „verlorene“ Orte, als auch den Wiederaufschwung, den die legendäre Route 66 zur Zeit erlebt.

Während ihrer ersten Reise auf der Route 66 in 2013 hat Ellen ihre Leidenschaft für die Fotografie entdeckt, die sie seitdem nicht mehr losgelassen hat. In 2015 hat sie mit ihrem Mann Udo einen deutschsprachigen Route 66 Blog gestartet (https://route66-america.com/). 2016 folgte Ellens erste Ausstellung im Rahmen des 1. Europäischen Route 66 Festivals in Ofterdingen.

In Planung ist ebenfalls ein deutsches Buch zur Route 66.

Weitere Informationen sind auf der Verlagsseite zu finden: https://www.oupress.com/books/15234128/a-matter-of-time; viele Fotografien von Ellen und Udo unter www.klinkel-photography.com.

Das Buch ist im Onlinehandel vorbestellbar.

Kapitel 1

Wenn der Regen leise, sanft oder hart gegen die Fensterscheibe trommelte, erzählte er damit eine eigene schreckliche und zugleich schöne Geschichte.
Ich liebte es ihm zuzuhören und malte mir manchmal aus, dass er mir erzählte, an welchen Orten er schon alles gewesen war.

Wir fuhren jetzt schon eine ganze Weile, durch die hämmernden Tropfen eines lauthals schreienden Wesens.
Neben mir saßen Liam und Kyle, meine zwei Jahre jüngeren Brüder, die sich aufs Haar glichen, jedoch nicht auf einen der vielen menschlichen Charakterzüge, die sie miteinander verbanden.
Im Moment schliefen sie, leise und wie kleine Babys, gelehnt an den jeweils anderen und kurz davor aus den wahrscheinlich feuchten Träumen zu erwachen.

Vor mir saß meine Mum und versuchte ein relativ leichtes Sudoku auf ihrem Handy zu lösen, während mein Dad neben ihr seinen Blick auf die Straße gerichtet hatte, der manchmal abschweifte, um in den Rückspiegel zu sehen, damit er sich vergewissern konnte, dass noch alles in Ordnung war.

„Hey, Jungs! Aufwachen!“, rief Dad nach hinten und zwei braunhaarige Teenager schraken aus ihrem Traum hervor. Meine Brüder waren eingeschlafen, sobald das Auto angefangen hatte sich zu bewegen und hatten zwischendurch nur ein paar kleine Schnarcher abgegeben.
Verwirrt sahen sich die beiden um und bemerkten, dass sie immer noch im Auto saßen und dass sie ein Viertel des Tages in ihrem Traum verschwunden war.

Auf dem Navi stand, dass wir nur noch zehn Minuten Fahrt vor uns hatten, naja bis wir den Highway verlassen würden.
Danach erwarteten uns nur noch wenige Momente, bis wir in das etwas ländlichere Städtchen Bucksville fahren würden, in dem Grandma Thea lebte und aufgewachsen war.  
Überraschenderweise sah Bucksville ganz anständig aus, die Leute, die sich auf den Bürgersteigen bewegten, sahen auch ganz normal aus.
Ich hatte mir unter einer solchen Stadt einen Haufen fremdenfeindlicher Spießer vorgestellt, aber anscheinend gab es hier nur das Gegenteil.
„Willkommen in Bucksville.“, grinste Mum und zum ersten Mal sah ich dieses Flimmern in ihren Augen. Es war ein trauriges, aber auch glückliches Flimmern.
Was war mit ihr los?

Anmerkung: Wenn Sie die Fortsetzung lesen möchten oder Vorschläge haben, was alles passieren könnte, dann schreiben Sie uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bericht aus Gießener Anzeiger, Freitag 5. Februar 2016

GESELLSCHAFT Sozialer Ort für Alle mitten in Grünberg / Feierliche Eröffnung mit Gottesdienst
Grünberg (atb). Die Kirche war voll, das neue Café in der Alsfelder Straße ebenso – der Eröffnungstag des Sofa war also ein voller Erfolg. Die Abkürzung Sofa steht für „Sozialer Ort für Alle“, schlüsselt Sozial-pädagogin und Ehrenamtskoordinatorin Beate Herdejost den Namen auf.
Im feierlichen Einweihungs-Gottesdienst in der Stadtkirche sprach Dekan Norbert Heide die Liturgie, der ehemalige Pfarrer Michael Blanke predigte, die Orgel spielte Alexander Frehse und der Chor„Taktzente“ sang. Ein prächtiges, nagelneues, türkisfarbenes Sofa stand im Altarraum und bildete den Mittelpunkt.

Das Sofa spielt eine wichtige Rolle, denn im neuen Café lädt es zum gemütlichen Plaudern ein und erinnert an den Namen und die Bedeu-tung des Ortes. Bürgermeister Frank Ide meinte, es passe sehr gut, dass sich die Idee für eine Begegnungsstätte auf diese Weise erfülle. Die Stadt zahle die Hälfte der Miete für die nächsten zwei Jahre. Die andere Hälfte übernehmen der ehemalige Pfarrer Michael Blanke und dessen Ehefrau Christa Blanke sowie die Firma des Pfarrers „Blanke-Kommunikationskultur“. Gefördert wird das Projekt zudem über „Drin“, einem Projekt der Evangelischen Kirche Hessen Nassau (EKHN). Die Trägerschaft hat die Diakonie. Die evangelische Kirche ist der Koope-rationspartner vor Ort.
Es stehen auch schon die ersten Termine auf dem Plan. So findet am heutigen Freitag, 5. Februar (2016), von 15 Uhr bis 17 Uhr der „offene Treff zur Begegnung mit Flüchtlingen“ statt. Außerdem soll es im Feb-ruar an jedem Freitag zwischen 10 und 12 Uhr eine „offene Tür“ geben. Am kommenden Dienstag, 9. Februar (2016), findet von 15 bis 17 Uhr das „Strickcafé“ statt. Für die Veranstaltungen muss man sich weder anmelden noch Eintritt bezahlen. Eine Spendenbox ist allerdings auf-gestellt.

Beate Herdejost dankte Helfern und Sponsoren. „Wir hätten nicht die Gelder für das schöne Fest gehabt.“ Geschenkt bekam das Sofa auch 30 Stapelstühle. Zusammen mit der Grundaustattung, die vom ehema-ligen Café Just abgekauft wurde, kommt Sofa damit auf 70 mögliche Sitzplätze. Das macht Sinn. Denn im Sofa soll auch die Möglichkeit für Vorträge oder Treffen geboten werden. Seit Januar sind die Räume in der Alsfelder Straße 13 gemietet. Seitdem wurde fleißig renoviert, Her-dejost freut sich über die zentrale Lage: „Das war uns ganz wichtig, damit wir gesehen werden.“

Großes Lob hatte Herdejost für die Damen des Strickcafés: „Sie sind die Keimzelle für das ganze Projekt. Wenn ich Hilfe brauche, sind sofort 15 Leute da, die helfen“. Wer Sofa unterstützen möchte, kann sich bei der Diakonie unter 06401/2231140 melden.

In Oberhessen gab es ein Pfarrer-Ehepaar Adolf und Luise KALBHENN mit vier Söhnen. Ich kannte die beiden noch als Ruheständler in Gießen und als Großeltern unserer 7 Kusinen und Vettern Kalbhenn in Merlau. Dort trafen wir Eisenberg-Geschwister bei den Familienfeiern und in den Ferien im Pfarrhaus von Mutters Zwillingsschwester Martha auch andere Kalbhenn-Kinder. Ihre Mütter stammten alle aus der Wahl-Familie. 3 Kusinen wurden durch Heirat Schwägerinnen. Das gab’s in Hessen. Man kannte sich.

  • Tante Lisbeth Schmidt (A 2122) heiratete 1931 Adolf Kalbhenn, Forstmeister im Odenwald
  • Tante Martha Wahl (A 2222) heiratete 1934 Werner Kalbhenn, Pfarrer in Merlau bei Grünberg
  • Tante Gisela Wahl (A 2133) heiratete 1937 Nikolaus Kalbhenn, Dipl.-Ing im Ruhrgebiet

Die 3 Kusinen haben zusammen 9 Jungen Kalbhenn und 6 Mädchen. Die neuen Namen der verheirateten Töchter in unserem „Korrespondenzblatt“ sind EITEL, BINZ, SCHOENWÄLDER, STALOCH, KOESTER und VON SELTMANN. Fast alle sind längst Großeltern. Und außer Kalbhenn gibt es noch viele andere Familiennamen bei den 36 Enkeln der 3 Kusinen. Das alles könnt Ihr Euch mit Hilfe der Kennziffern selbst nachschlagen im Familienbuch Bernbeck. Mir war nur immer interessant, wie auf diese Weise 3 Wahl‘sche Kusinen zu Schwägerinnen geworden sind, und damit das Familienband verdoppelt wurde, und wie 5 Eisenberg Geschwister daran teilhatten.

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Kleine Anekdote zu diesem Artikel. Laut Bericht von Gisela Kalbhenn wurde in der Brautansprache bei der dritten Hochzeit folgendes ergänzt: "Wir möchten der Familie Kalbhenn mitteilen, dass keine weiteren ledigen Cousinen zu vergeben sind."