Beim kleinen Familientag in Offenbach wurde den anwesenden Mitgliedern der Familie Bernbeck von mir (F9433) die Neuigkeit überbracht, daß der lange für ausgestorben gehaltene Stamm Strack I der Familie Bernbeck in den USA blüht und gedeiht.  Wie kommt man zu solcher Information?  Am 10. Januar 1997 hat John L. Block aus Coatsburg in Illinois eine Nachricht in einem der Genealogie-Foren im Usenet hinterlassen, daß er Informationsaustausch mit anderen sucht, die so wie er an Warren County in Missouri interessiert sind.  Nun, auf eine sol-che „Message“ hatte ich seit etwa 2 Jahren gewartet, denn schließlich waren zwei der 4 Kinder von Gottfried Strack und Henriette Bernbeck genau dorthin ausge-wandert, nämlich Charlotte Strack (Ehefrau von Georg Münch) und ihr jüngerer Bruder Karl Konstantin Strack.  Unser Familienstammbuch von 1895 listet eine ganze Reihe Nachkommen von letzterem.  Mit der Neuausgabe von 1921 konnte leider keine weitere Information ergänzt werden; der Kontakt war abgerissen.  Bei so vielen Nachkommen konnte und wollte ich es nicht wahr haben, daß keine lebenden Nachkommen mehr existieren sollten.  Schon rein statistisch war dies äußerst unwahrscheinlich.  Nur, wie reaktiviert man den Kontakt?  Ich hatte schon früher in amerikanischen Telefonbüchern gesehen, daß die Namen Münch, Strack, Schowengerdt, Dobsch und Middelkamp nach wie vor stark in Missouri knapp westlich von St. Louis vertreten waren.  Allerdings schreibt oder telefo-niert man ja nicht einfach drauflos, wenn die Kosten für Post und Telekom so hoch sind wie bei uns in Deutschland.  Also geduldig die vielen Nachrichten im Internet studieren ...  Also, in diesem Jahr wurde ich fündig.  Noch am selben Tag schrieb ich an John Block und teilte ihm die aus unserem Familienstammbuch be-kannten Daten mit.  Nur einen Tag später kam von ihm eine umfangreiche Ant-wort, aufgeteilt in 4 einzelne Messages.  Bereits

darin war wesentlich neues zu finden.  Da aber gleichzeitig Appetit auf mehr gemacht wurde, habe ich zunächst nachgehakt, bevor ich der Familie irgend etwas mitteilte.  Am 18. Januar dann kam von John Block eine längere Nachricht mit Informationen über Dothage-Nachkommen, zu denen er selber auch zählt.  Kurz zur Erinnerung: ein Enkel von Karl Konstantin Strack, Hermann E. Strack hatte am 11.10.1892 Wilhelmine („Minnie“) Dothage geheiratet.  Ein Kind aus dieser Ehe war uns bekannt: Lillie Wilhelmine Strack, geboren am 22.12.1893.  Aus der Dothage-Familie hat je-mand, ähnlich wie wir, ein Buch mit Nachkommen verfaßt.  Also waren alle Nachkommen dieser Minnie Dothage aufgeführt, die gleichzeitig ja Nachkommen unseres Stammvaters sind.  Hier nun war ein zweites Kind, Everett Strack, geboren am 22.10.1898, angegeben, ebenso wie weitere Generationen.  Für die beiden Söhne von Everett Strack, Raymond und Herbert Strack konnte ich von einem elektronischen Telefonverzeichnis der USA die Telefonnummern liefern.  John Block war dann so freundlich, den jüngeren (Herbert) am 24. Januar anzurufen.  Dieser zeigte sich leider sehr wenig interessiert an Vorfahren und Querverwandten in Deutschland und verwies auf seine Schwägerin, Vera Strack (geb. Wiss).  John hat daraufhin diese am 30. Januar auch angerufen und stieß nun allerdings auf sehr großes Interesse.  Ich habe dann, nach Vorankündigung durch John, Vera Strack am 10. Februar angerufen.  Sie zeigte in der Tat sehr großes Interesse an Kontakt mit deutschen Verwandten.  Sie erzählte mir, daß ihre Enkelin Marla Ballinger während eines Studienaufenthalts in Deutschland auch nach Londorf gefahren war, dort aber keinen großen Erfolg beim Erfragen von Information über Vorfahren bzw. Verwandte von Karl Konstantin Strack hatte.  Der Pastor zeigte ihr nur ein Buch über alle Pfarrer in Londorf, in dem natürlich Gottfried Strack und sein Vater verzeichnet waren.  Daraufhin haben sie, ja durchaus korrekt, vermutet, daß Gottfried der Vater von Karl Konstantin war.  Sicherheit durch Einsicht in Kirchenbücher gab es nicht.  So ein Pech!  Am 16. Februar habe ich dann einen Riesenbrief an Vera und Raymond Strack ge-schickt.  Leider kam die Antwort nicht vor unserem Familientag an.  Eine Woche danach bekam ich einen dicken Umschlag zurück.  Etwa 250 Nachfahren (bzw. deren Gatten) von Johann Daniel Strack gibt es im Stamm Strack I!  Und dies ist nur eine Untergrenze, da Vera Strack nicht alle Zweige genau kennt.  Hier rechne ich in den nächsten Wochen und Monaten mit einigen Ergänzungen.  Das bedeutet übrigens, daß der Stamm Strack I nach dem Stamm Wahl der zahlen-stärkste in unserem Familienverband ist! Inzwischen stehe ich auch bereits in Kontakt mit einem zweiten Mitglied unserer Familie dort, nämlich mit Judith Dill-mann geb. Noe aus Victorville in Kalifornien.  Sie ist Nachfahrin von Victor, dem zweiten Sohn von Karl Konstantin Strack.  Vera hatte meinen Brief in Fotokopie an sie weitergeleitet.  So ergießt sich nun eine Lawine an Informationen über uns.  Ich hoffe sehr, daß dieser neu gewonnene Kontakt zu unseren Querverwandten aufrechterhalten werden kann.  Bisher mache ich das alleine.  Vielleicht gibt es aber unter den Lesern dieser Zeilen ja einige, die selber Interesse hätten, insbe-sondere falls man sowieso einmal vorhat, in die USA zu reisen, denn dann könnte man ja das angenehme mit dem noch angenehmeren verbinden ...  Eine Nachkom-menliste für Karl Konstantin Strack wird demnächst abgedruckt werden.  Gerne können Interessenten bei mir Kopien der bisher aufgelaufenen Korrespondenz erfragen, die übrigens auch eine Menge Daten betreffend die Familie Münch enthält.  Doch dazu mehr ein anderes Mal.

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