Bericht aus Gießener Anzeiger, Freitag 5. Februar 2016

GESELLSCHAFT Sozialer Ort für Alle mitten in Grünberg / Feierliche Eröffnung mit Gottesdienst
Grünberg (atb). Die Kirche war voll, das neue Café in der Alsfelder Straße ebenso – der Eröffnungstag des Sofa war also ein voller Erfolg. Die Abkürzung Sofa steht für „Sozialer Ort für Alle“, schlüsselt Sozial-pädagogin und Ehrenamtskoordinatorin Beate Herdejost den Namen auf.
Im feierlichen Einweihungs-Gottesdienst in der Stadtkirche sprach Dekan Norbert Heide die Liturgie, der ehemalige Pfarrer Michael Blanke predigte, die Orgel spielte Alexander Frehse und der Chor„Taktzente“ sang. Ein prächtiges, nagelneues, türkisfarbenes Sofa stand im Altarraum und bildete den Mittelpunkt.

Das Sofa spielt eine wichtige Rolle, denn im neuen Café lädt es zum gemütlichen Plaudern ein und erinnert an den Namen und die Bedeu-tung des Ortes. Bürgermeister Frank Ide meinte, es passe sehr gut, dass sich die Idee für eine Begegnungsstätte auf diese Weise erfülle. Die Stadt zahle die Hälfte der Miete für die nächsten zwei Jahre. Die andere Hälfte übernehmen der ehemalige Pfarrer Michael Blanke und dessen Ehefrau Christa Blanke sowie die Firma des Pfarrers „Blanke-Kommunikationskultur“. Gefördert wird das Projekt zudem über „Drin“, einem Projekt der Evangelischen Kirche Hessen Nassau (EKHN). Die Trägerschaft hat die Diakonie. Die evangelische Kirche ist der Koope-rationspartner vor Ort.
Es stehen auch schon die ersten Termine auf dem Plan. So findet am heutigen Freitag, 5. Februar (2016), von 15 Uhr bis 17 Uhr der „offene Treff zur Begegnung mit Flüchtlingen“ statt. Außerdem soll es im Feb-ruar an jedem Freitag zwischen 10 und 12 Uhr eine „offene Tür“ geben. Am kommenden Dienstag, 9. Februar (2016), findet von 15 bis 17 Uhr das „Strickcafé“ statt. Für die Veranstaltungen muss man sich weder anmelden noch Eintritt bezahlen. Eine Spendenbox ist allerdings auf-gestellt.

Beate Herdejost dankte Helfern und Sponsoren. „Wir hätten nicht die Gelder für das schöne Fest gehabt.“ Geschenkt bekam das Sofa auch 30 Stapelstühle. Zusammen mit der Grundaustattung, die vom ehema-ligen Café Just abgekauft wurde, kommt Sofa damit auf 70 mögliche Sitzplätze. Das macht Sinn. Denn im Sofa soll auch die Möglichkeit für Vorträge oder Treffen geboten werden. Seit Januar sind die Räume in der Alsfelder Straße 13 gemietet. Seitdem wurde fleißig renoviert, Her-dejost freut sich über die zentrale Lage: „Das war uns ganz wichtig, damit wir gesehen werden.“

Großes Lob hatte Herdejost für die Damen des Strickcafés: „Sie sind die Keimzelle für das ganze Projekt. Wenn ich Hilfe brauche, sind sofort 15 Leute da, die helfen“. Wer Sofa unterstützen möchte, kann sich bei der Diakonie unter 06401/2231140 melden.

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